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Wir geben einen kleinen Einblick in den Tätigkeitsbereich von Armin Klein,
welcher hauptsächlich Turbomotoren auf Typ 4 Basis baut.
Selbstverständlich fertigt er auch Typ 1 Motoren exclusiv nach Kundenwunsch
und vorheriger Absprache:
"Nachdem ich unzählige Typ1 und Typ 4 - Motoren in verschiedenen Hubraum-und Leistungsklassen gefahren bin, und ich mir von jedem, egal wieviel Leistung dieser
gerade hatte, nach einiger Zeit doch mehr Leistung wünschte, kam ich, etwa um das Jahr 1997, auf die Idee, einen Käfermotor mit Turboaufladung zu bauen.
Inspiriert von amerikanischen Vorbildern auf Typ1-Basis, die gerne bei Dragster - Rennen eingesetzt werden, und die ich auch in Deutschland live gesehen habe, baute ich zuerst auch einen Typ1
auf, allen Warnungen von erfahrenen Motoren-bauern der luftgekühlten Szene zum Trotz. Dieser Motor hatte in der ersten Version 1,6 l und besaß keine Ladeluftkühlung. Die Leistung lag auf Anhieb
bei 160 PS, die Lebensdauer bei strammer Fahrt auf der Autobahn ca. 10 min. Wie es aussah, hatten die Experten also doch recht!
Dieser und weitere Misserfolge spornten mich aber, nach dem Motto: "Geht nicht, gibt´s nicht!" erst recht an, weiter zu experimentieren. Letztendlich landete ich dann bei dem deutlich
robusteren Typ 4 - Motor als Basis. Zahlreiche Modifikationen, wie z. B. Nockenwelle, Ventile, Kolben/Zylinder, Verdichtungsverhältnis und diverse Verstärkungs- maßnahmen waren am
Rumpfmotor notwendig, um das System zuverlässig funktionsfähig und zu einem hohen Grad alltagstauglich zu machen. Dazu kamen ein Edelstahlkrümmer zur Aufnahme des Turboladers und ein großer
Ladeluftkühler mit Elektrolüftern. Später folgte dann noch eine Wasser-Methanol-Einspritzanlage um die Maschine noch standfester und nebenbei auch leistungsfähiger zu machen. Scheinbar ein
Widerspruch, aber sehr effektiv!
Mit dieser Konstellation kann ich bis heute, trotz zum Teil sehr stammer Fahrweise auf der Autobahn mit Dauer- geschwindigkeiten von 180 - 220 km/h, keinen einzigen Motorschaden vermelden.
Die Teilnahme an Rennveranstaltungen,
z. B. Salzburgring - Classic, hier werden dreimal 25 Minuten Vollgas gefahren werden, und das bei Außentemperaturen von über 30°C, macht die Maschine klaglos mit. Selbst im
Rennbetrieb ist kein ungewöhnlich hoher Ölverbrauch oder sonstiger Verschleiss feststellbar. Man kann dann durchaus auf eigener Achse "ganz gemütlich" wieder nach Hause fahren.
Somit kann man also mit Sicherheit konstatieren, dass auch ein luftgekühlter VW-Motor, insbesondere der Typ4, bei entsprechender Bearbeitung durchaus für die Turboaufladung geeignet
ist. Die in der luftgekühlten Szene vorherrschende Meinung, mit Turbo lassen sich nur Spaßmotoren bauen, bekommt nun eine ganz neue Definition: So ein Motor macht nämlich richtig Spaß! Man stelle
sich vor, einen VW-Käfer mit fast 300PS zu fahren, und das mit einem Motor, der trotz der sehr hohen Leistung noch relativ alltagtauglich ist. Mit einem Saugmotor lassen sich
solch hohe Leistungen praktisch nicht erreichen"
Armin Klein
Leistungsdiagramm des ersten Testmotors:
Bilder aus den vergangenen Saisonen:
Das Fahrzeug:
Armin Klein, Turbo - Boxermotoren
Feldstraße 26
D - 89233 Neu - Ulm
e-mail: TurboBoxermotor@aol.com
Tel.: 0172 / 731 99 81
Fax: 0731 / 711 04 20
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